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现代派文学大师 - 卡夫卡(中德对照)
作者:未知  文章来源:互联网  点击数  更新时间:2006-01-17  文章录入:admin  责任编辑:admin
本文《现代派文学大师 - 卡夫卡(中德对照)》关键词:德语
      Franz Kafka

Prags Glanz als blühende geistig-kulturelle Metropole der k.u.k. Doppelmonarchie ist bereits verblasst, als Franz Kafka dort am 3. Juli 1883 zur Welt kommt, und das gesellschaftliche Leben wird von einer lediglich 8 % der Bevölkerung stellenden deutschen Minderheit regiert.

Franz'' Vater Hermann stammt aus der tschechischen Provinz. Er ist von Beruf ein "Händler mit Kurzwaren, Modeartikeln, Galanteriewaren, Sonnenschirmen, Regenschirmen, Spazierstöcken, Baumwolle" und bemüht sich nach Kräften, nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann zu werden, sondern auch Anschluss an die deutsche Gesellschaft zu bekommen, indem er die Kinder auf eine deutsche Schule schickt. Franz'' Mutter, Julie Löwy, stammt aus einer gutbürgerlichen und gebildeten deutsch-jüdischen Familie.

Das Erbe seiner tschechisch-deutschen Herkunft sollte Kafka Zeit seines Lebens begleiten; er beherrschte nicht nur die tschechische Sprache in Wort und Schrift, sondern behielt auch die Lebensbedingungen der einfachen tschechischen Leute in lebendiger Erinnerung: "In uns leben noch immer die dunklen Winkel, geheimnisvollen Gänge, blinden Fenster, schmutzigen Höfe, lärmenden Kneipen und verschlossenen Gasthäuser. Wir gehen durch die breiten Straßen der neuerbauten Stadt. Doch unsere Schritte und Blicke sind unsicher. Innerlich zittern wir noch so wie in den alten Gassen des Elends. Unser Herz weiß nichts von der durchgeführten Assanation. Die ungesunde alte Judenstadt in uns ist viel wirklicher, als die hygienische Stadt um uns."

Franz Kafka sollte seine überschaubare kleine Welt in der Prager Altstadt bis zum Ende seines Lebens kaum verlassen. Diese Stadt hat sein Leben und Werk, zum Teil auf sehr realistische Weise, nachhaltig geprägt.

Zu seiner jüdischen Identität hat Kafka zunächst kein Verhältnis. Im Elternhaus nur halbherzig praktiziert, bedeuten ihm die jüdischen Traditionen wenig: "Du (Kafkas Vater) gingst an vier Tagen im Jahr in den Tempel, warst dort den Gleichgültigen zumindest näher als jenen, die es ernst nahmen, erledigtest geduldig die Gebete als Formalität... Ich durchgähnte und durchduselte also dort die vielen Stunden ... und suchte mich möglichst an den paar kleinen Abwechslungen zu freuen, die es dort gab, etwa wenn die Bundeslade aufgemacht wurde, was mich immer an die Schießbuden erinnerte... So war es im Tempel, zu Hause war es womöglich noch ärmlicher und beschränkte sich auf den ersten Sederabend, der immer mehr zu einer Komödie mit Lachkrämpfen wurde..."

Später engagiert Kafka sich in der zionistischen Bewegung, die seit Erscheinen von Theodor Herzls "Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage" ein neues Selbstbewusstsein unter der Juden etabliert hatte und um eine nicht nur theoretische (durch die österreichische Verfassung im Jahr 1867 garantierte), sondern auch praktische Gleichberechtigung den Juden in der Prager Gesellschaft kämpfte

Franz Kafkas Kindheit ist durch häufig wechselnde Wohnungen bestimmt. Seine Erziehung übernehmen anstelle seiner Eltern, die sich beide ganz dem Aufbau des sich ständig vergrößernden Geschäftes widmen, zwei Angestellte sowie ein Kindermädchen und später eine französische Gouvernante. Die mangelnde emotionale Zuwendung macht aus Franz frühzeitig ein ängstliches, ernsthaftes und unsicheres Kind, das mit dieser Kindheit später in dem "Brief an den Vater" bitter abrechnen wird.

Von 1893 bis 1901 besucht Franz das "K.K. Staats-Gymnasium mit Deutscher Unterrichtssprache" in der Prager Altstadt, das einem humanistischen Bildungsideal huldigte. Ebenso wenig wie die Eltern sind seine Lehrer in der Lage, die besonderen Fähigkeiten und die Persönlichkeit ihres Schülers aufzuspüren und zu fördern. Franz ist ein fleißiger, aber innerlich unbeteiligter Schüler, der sich mehr und mehr in sich selbst zurückzieht.

Noch während der Schulzeit beginnt Franz zu schreiben, vernichtet später aber alle in dieser Zeit entstandenen Frühwerke. Aber bereits in diesen Jahren ist das Schreiben für ihn die einzige Möglichkeit, sich in der Kälte der ihn umgebenden Welt eine Zuflucht zu suchen, es ist die Suche "nach einem Feuer, mit dem ich den kalten Raum unserer Welt erwärmen müsste".

Nach dem Schulabschluss beginnt Franz Kafka ein Studium an der Deutschen Universität in Prag, zunächst im Fach Germanistik, beugt sich aber bald den elterlichen Wünschen und absolviert ohne großes Engagement ein Jurastudium, das er am 18. Juni 1906 mit der Promotion abschließt.

Gleichzeitig verfolgt er sein literarisches Interesse und besucht philosophische und literarische Salons, in denen er am 23. Oktober 1902 auch Max Brod kennen lernt, mit dem ihn von da an eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Brod ermutigt Kafkas literarischen Versuche, und so entsteht 1904/05 das früheste erhaltene Werk, die Erzählung "Beschreibung eines Kampfes". 1907 folgt eine zweite Erzählung mit dem Titel "Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande". Dennoch lassen ihn die alten Selbstzweifel auch in dieser Zeit wieder viele literarische Entwürfe verbrennen.

An das Studium schließt sich ein einjähriges Praktikum am Prager Landesgericht an, danach tritt Franz als Versicherungsjurist in die ''Assicurazioni Generali'' ein, eine private Versicherungsgesellschaft mit Sitz in Triest und Zweigstelle in Prag. Aber die rigiden Arbeitsbestimmungen lassen Franz schon nach wenigen Monaten kündigen.

Am 30. Juli 1908 beginnt er als ''Aushilfsbeamter'' bei der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt, wo er sich bis zum Jahr 1922 zum Obersekretär hocharbeitet. Aber sein eigentlicher Lebensinhalt ist mehr und mehr das Schreiben. Kafka selbst formuliert dieses Dilemma als Leiden an einem "schrecklichen Doppelleben", aus dem es "wahrscheinlich nur den Irrsinn als Ausweg" gibt.

Im Dezember 1912 kann Franz Kafka mit der Veröffentlichung seines Buches "Betrachtung" einen ersten Erfolg verzeichnen. Seinen persönlichen Durchbruch als Schriftsteller erfährt er mit der Geschichte "Das Urteil": "Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele", es ist "eine regelrechte Geburt mit Schmutz und Schleim." 1915 erhält er für sein Werk "Der Heizer" den Fontane-Preis.

Zu Frauen konnte Franz Kafka zeit seines Lebens kein gesundes Verhältnis aufbauen. Er, der selbst voller Selbstzweifel, Unsicherheit und Komplexe war, wünschte sich nichts sehnlicher als eine Frau und Familie zu haben, und konnte gleichwohl doch den Gedanken an eine solch enge Bindung nicht ertragen.

Schon die Verlobung mit Felice Bauer, mit der er von 1912 bis 1917 über fünf Jahre hinweg befreundet war, löst in ihm panische Vorstellungen aus: "War gebunden wie ein Verbrecher. Hätte man mich mit wirklichen Ketten in einen Winkel gesetzt und Gendarmen vor mich gestellt..., es wäre nicht ärger gewesen." Franz Kafka braucht vor allem die Einsamkeit, aus der allein er seine Werke schaffen kann: "Ich muß viel allein sein. Was ich geleistet habe, ist nur ein Erfolg des Alleinseins." Gleichzeitig sind die konfliktträchtigen Jahre seiner Beziehung nicht nur zu Felice Bauer, sondern auch später zu Julie Wohryzek und Milena Jesenská die dichterisch produktivsten.

Erst am Ende seines Lebens sollte Kafka sechs Monate von September 1923 bis März 1924 in einer harmonischen Beziehung mit einer Frau leben. Er bewohnt mit Dora Diamant eine kleine Wohnung in Berlin, zuerst in der Miquelstraße 8, später in der Grunewaldstraße 13. Sie pflegt ihn auch während seiner letzten Monate im Sanatorium Kierling bei Wien, wo Franz Kafka am 3. Juni 1924 stirbt.

Zeit seines Lebens hatte Kafka mit einer zarten gesundheitlichen Konstitution zu kämpfen. Bereits während seines Jurastudiums muss er sich in den Semesterferien in einem Sanatorium in Zuckmantel (Schlesien) auskurieren und ein am 13. August 1917 erlittener Blutsturz, der sich als eine Lungentuberkulose herausstellt, sollte ihn von da an immer wieder ans Krankenbett fesseln und seinen Körper so weit schwächen, dass die Krankheit ihn schließlich im Alter von nur 40 Jahren besiegt. Er wird am 11. Juni auf dem Straschnitzer Friedhof in Prag beerdigt.

卡夫卡(Franz Kafka 1883—1924),这位中年夭逝的奥地利小说家,生前默默无闻,死后却赢得世人的惊服,与马塞尔·普鲁斯特、詹姆斯·乔伊斯等并称为西方现代主义文学的先驱和大师。他为数不多的作品,特别是他的一些短篇小说和三部长篇小说《审判》《城堡》和《美国》,给读者留下不可磨灭的印象。他的作品已被译成各种文字,许多作家和文艺评论家竞相探索他那独特的艺术手法,诠释他的创作思想的奥秘,形成一股“卡夫卡热”。他的作品不仅成为一门新的学科的研究对象,而且在大学里被列为最热门的选修课之一。卡夫卡被誉为“20世纪最优秀作家之一”“传奇英雄和圣徒式的人物”,认为“他与我们时代的关系最最近似但丁、莎士比亚、歌德与他们时代的关系”。而由于卡夫卡作品的风格,体裁总是那么沉重、累赘,气氛总是那么梦魇似的,主题总是那么无法解除的苦痛,这一切深深地影响了西方现代文学。他的作品被视为丹麦哲学家克尔凯郭尔以来的存在主义思想体系在艺术创作中的体现,他的揭示现实的荒诞、非理性和自我存在的徒然无望、苦痛、孤独感,以及他所运用的艺术手法,激发了第二次世界大战以后在欧洲兴起的“荒诞派戏剧”、法国的“新小说”和在美国出现的“黑色幽默”小说等文学流派。
  卡夫卡的一生,平凡而短暂。他于1883年7月出生在当时奥匈帝国的布拉格一个中产阶级家庭。兄妹四人,他是长子。父亲是一个白手起家的犹太籍百货批发商人,专横、粗暴,是家庭中的一个“暴君”。卡夫卡中学毕业后,一度学过文学和医学,但不久迫于父命,不得已进布拉格(一部分时间在慕尼黑)德语大学攻读法律,取得法学博士学位。毕业后,在法院实习一年,后即在一家意大利保险公司工作,自1908年起直到1922年因病重而离职为止,始终在一个半官方的工人工伤事故保险所任职。平生足迹也只到过邻近的德国、法国、意大利和瑞士的一些城市。卡夫卡自1917年开始咯血,从此患结核症,身体羸弱,1922年病重不支,离职疗养,至1924年6月病逝于维也纳郊外的基尔林疗养院,6月11日葬于布拉格斯特拉施尼茨犹太公墓,只活了短短41岁。他曾三次订婚(两次与菲利斯·鲍尔,另一次是与尤丽耶·沃尔采克)又三次主动解除婚约,始终没有建立自己的家庭。只是在他去世前半年,与一位名叫多拉·迪曼特,他的希伯莱语女教师,以同居方式一起生活,陪伴着他直至离开人世。
  卡

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